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Was ist Kreativ?

November 22nd, 2010 by Werbung Wien

Für diese Frage gibt es eine scheinbar einfache Antwort: Jeder Mensch ist ein Künstler hat Joseph Beuys postuliert. Dieses Postulat, von Beuys in einem anderen Kontext verwendet, scheinen sich heute viele Auftraggeber zu eigen gemacht zu haben.

Die Marketingchefs in der werbetreibenden Wirtschaft halten sich für kreativ, ihre Vorstandchefs für noch kreativer, schließlich sponsern manche ja Künstler, Museen oder Festspiele und Ähnliches, und die Assistentinnen (früher sage man Sekretärinnen) und Office-Managerinnen werden oft als Testimonials geholt, wenn es um die Abstimmung über irgendein Sujet geht.

In einem Wort: Wenn eh jeder kreativ ist, dann ist Kreativität auch nichts wert. Zumindest kein Geld. Die Öffentlichkeit durch TV oder Print und Online ist ohnehin Belohnung genug.

Gegen diese weit verbreitete Einstellung muss sich die Werbe-und Kommunikationsbranche wehren. Weil Kreativität sehr viel mit Handwerk, kommunikativen Know How und Empathie in eine Marke, Dienstleistung, in ein darstellendes Problem zu tun hat.

Und für dieses Metier gibt es nun einmal begabte und ausgebildete Menschen: Die Kreativen, die im Verbund mit den Agenturspezialisten eine Botschaft auf den Punkt bringen.

Das soll man klarstellen: Der Unterschied zwischen werblicher und kommunikativer Kreativität und l’art pour làrt ist, dass sie einen bestimmten Zweck erreichen muss: die Aufmerksamkeit und das Interesse der Konsumenten. Das unterscheidet werbliche Kreativität von amorpher Kreativität.

Dies herauszuschälen, nach außen klar zu werten, wird in den kommenden Monaten eine unserer Hausaufgaben sein: im Kampf gegen die Schwarzen Schafe, in der Auseinandersetzung mit Ausschreibe-und Vergaberichtlinien, in der Selbstdefinition unserer Branche die heterogen ist wie kaum eine andere.

Wir werden auch Kreativität des Intellekts und der Selbstbehauptung benötigen um erfolgreich zu sein. Waran ich keinen Zweifel hege.

Mag. Michael Himmer, Fachgruppenobmann

Frischer Wind für die Fachgruppe Werbung Wien

September 13th, 2010 by Werbung Wien

Ich freue mich, Ihnen heute erstmals als neuer Obmann der Fachgruppe Werbung Wien eine erste Information über unsere Vorhaben für Sie geben zu dürfen. In den Wochen nach der Wahl habe ich mit dem 1. Stellvertreter der Fachgruppe Werbung Wien, Dr. Peter Drössler, ein Programm entwickelt, das wir nun gemeinsam in Ihrem Interesse umzusetzen beginnen.

Ganz zentral ist uns dabei, viel stärker als bisher mit Ihnen, liebes Mitglied, in Dialog zu treten. Dazu haben wir in der ersten operativen Ausschusssitzung nach der Wahl, am 10. Mai, bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die eines unserer wichtigsten Kommunikationsmittel, die Website, neu konzipieren wird. Lassen Sie sich überraschen. Die Ausschreibung der Umsetzung erfolgt in Kürze und bis zum Fachgruppentag im Herbst wollen wir bereits eine „Web 2.0-fähige“ Kommunikationsplattform online haben. Sie wird eine wichtige operative Basis für eine Reihe weiterer Vorhaben:

In diesem Brief können wir die wichtigsten Themen vorerst nur in aller Kürze vorstellen. Geeinigt haben wir uns auf eine ganze Reihe wichtiger Vorhaben, mit denen wir Sie in ihrem täglichen Geschäftsleben unterstützen wollen. Die Arbeit an den Detailkonzepten hat bereits begonnen:

  • „Bewertung von Agenturleistungen“ – Im kompetitiven und unübersichtlichen Werbe- und Kommunikationsmarkt wollen wir für Agenturen wie Kunden Hilfsmittel entwickeln, um bei der Bewertung von kommunikativen Dienstleistungen zusammen zu finden. Qualität hat ihren Preis – doch sie zu erkennen und richtig zu bewerten ist auch eine Know-how-Frage. Die Aufgabe der Fachgruppe, die wir gerne aufgreifen, ist es, dafür Lösungen anzubieten.
  • Werbeausgabenzuwachsprämie – Die richtigen und erforderlichen Maßnahmen zur Einführung der geforderten Prämie sollen an den richtigen politischen Stellen nachhaltig vorangetrieben werden.
  • Marktgerechte Vergabe- und Ausschreibungsrichtlinien – Ziel der neuen Fachgruppen-Führung ist es für faire Marktbedingungen zu sorgen und Abhilfe für derzeit herrschende Missstände zu schaffen.
  • Nein zu Gratispräsentationen – Kreative Leistung muss, auch wenn sie nicht unmittelbar in Anspruch genommen wird, künftig ausreichend honoriert werden. Die bisherige Kampagne „gegen gratis“ wird in digitaler Form und mit spürbarem medialen Druck für Auftraggeber, die den Wert von Kreativleistungen nicht anerkennen wollen, fortgesetzt.
  • Qualitätsoffensive im Bereich der Marktforschung – unseren Mitgliedern sollen wirklich hilfreiche Informationen über den Werbemarkt und darüber hinaus zur Verfügung stehen.

Bei allen Aktivitäten wollen wir dem Thema Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und Microbetrieben – sie machen die Mehrzahl der Mitglieder der Fachgruppe aus – besonderes Augenmerk schenken. Geplant sind

dazu unter anderem auch Fachgruppen- und Spartenübergreifende Maßnahmen und neue Veranstaltungsformate zur nachhaltigen Unterstützung von EPU.

Schließlich: Erfolgreiche Services der Fachgruppe wie den Versicherungsservice, den Anwaltservice sowie die gratis Bildungsangebote werden auch unter der neuen Führung selbstverständlich weiter geführt und sogar ausgebaut werden.

Soweit ein erster Einblick. Sollten Sie Fragen an uns haben, stehen wir Ihnen gerne telefonisch unter 01/514 50- DW 3791 oder DW 3792 bzw. per E-Mail an werbungwien@wkw.at zur Verfügung.

Mag. Michael HIMMER e.h., Dr. Peter DRÖSSLER e.h.
Fachgruppenobmann Obmann-Stellvertreter

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