Coworking Space - Jedermanns Sache?

Review: Kreativ-Frühstück 24/11/17

Werbung Wien

vor 1 Jahr

Review: Kreativ-Frühstück 24/11/17

Im gemütlichen Ambiente des ZIMMER Coworking-Space in der Wiener Josefstadt fand am Freitag, 24. November das für dieses Jahr vorerst letzte Kreativ-Frühstück statt.

Ines Glatz-Deuretzbacher, Mandatarin der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation und Agenturinhaberin (november design & pr) begrüßte die rund 30 Gäste an diesem Freitagmorgen und stellt ihre Gäste, Markus Rauer (Gründer & Inhaber des Coworking Spaces sowie Unternehmer) und Bastian Kellhofer, Founder von TrendingTopics.at vor. „Ich freue mich, dass ich hier heute sehr viele neue Gesichter sehe“, sagt Glatz-Deuretzbacher einleitend.

Coworking Spaces: Eintagsfliegen oder Must-Be-Arbeitswelten?
Mit der Eröffnung des ersten offiziellen Coworking Space in San Francisco (USA) 2005 wurde der Begriff „Coworking“ geprägt. Gut zehn Jahre später gibt es weltweit über 10.000 Coworking Spaces. Ein Trend mit rasantem Wachstum. Weltweit arbeiten mittlerweile rund eine Million Menschen in Coworking Spaces. Auch in Österreich ist diese Büroform angekommen und wird vor allem von Kreativen genutzt. Ein Coworking Space kann ein Ort sein, an welchem nur fünf Personen gemeinsam arbeiten, aber es gibt auch Spaces mit bis zu 150 Personen.

Der Einzelunternehmer hat immer die klassische Aufgabenstellung, wo und wie er arbeitet. Zuhause am Schreibtisch oder an einem Büroplatz. Im Rahmen eines WK-Workshops erhielt ich von der Trainerin den Tipp, als Unternehmer rauszugehen, damit man in den eigenen vier Wänden nicht zurückbleibt und den Anschluss verliert. Das führte schlussendlich zur Idee, hier selbst aktiv zu werden. – Markus Rauer, Kreativ-Frühstück-Gastgeber und Unternehmer

Rauer wollte einen Ort schaffen, an dem sich Menschen wohlfühlen, an dem Gutes entstehen kann – mit dem ZIMMER ist ihm dies gelungen. Mit seinem – selbst etwas salopp bezeichneten – Laden fühlt er sich auch als Teil der Stadt und profitiert von den Synergieeffekten, die sein Coworking Space mit sich bringt.
Bastian Kellhofer, seit kurzem Unternehmer, dazu: „Als freier Journalist habe ich lange Zeit von Zuhause aus gearbeitet und habe gerade auch dadurch den Vorteil von Einrichtungen wie Coworking Spaces entdeckt, da die Ablenkung Zuhause einfach zu groß ist. Für mein eigenes Unternehmen habe ich mich dann aber doch, gemeinsam mit meinem Geschäftspartner, für eine eigene Struktur entschieden.“ Diese Entscheidung begründet Kellhofer damit, dass u.a. sensible Daten und Informationen im Spiel sind, die in einer „geteilten Bürostruktur“ nichts verloren haben.

Keiner wie einer
Coworking Space ist nicht gleich Coworking Space: Weltweit verstreut gibt es unterschiedliche Zugänge und Konzepte, wie diese Arbeitswelten funktionieren. Das bestätigt auch Bastian Kellhofer, der sich mit der Materie beschäftigt hat.

Es gibt wohl ein Dutzend verschiedene Möglichkeiten, ein Coworking Space zu kreieren: Cluster-Bildung und Fokus auf spezielle Branchen beziehungsweise Unternehmensformen wie zum Beispiel Start Ups. – Bastian Kellhofer

Die geteilte Arbeitswelt geht oft mit Begriffen wie hip, jung, dynamisch und trendig einher. Markus Rauer, ZIMMER-Gründer und Inhaber hat sich intensiv mit den lokalen Spaces beschäftigt, ehe er selbst seinen eröffnet hat. Und natürlich hat er Probe gearbeitet. „Ich wollte nie einen sehr großen Space kreieren, sondern etwas Familiäres, gut strukturiertes mit Wohlfühlambiente. Daher auch der Name Zimmer, der ja bereits suggeriert, dass es sich hier um keine Lagerhalle handelt, in welcher sehr viele Co-Worker arbeiten.“ Auch mit dem Ausstattungskonzept und dem bewusst gewählten Design möchte sich Rauer mit seinem Coworking Space von den anderen abheben.

Ein Teil der Frühstücksgäste ist aktiver Nutzer dieser Einrichtungen, ein Teil noch unentschlossen und neugierig, ob diese Form für sie das Richtige ist. Wichtig ist, verschiedene Coworking Spaces auszuprobieren, diese quasi auf Herz und Nieren zu prüfen – so der Tipp von beiden Interviewpartnern. Die Arbeitsumgebung muss passen, damit Gutes entstehend kann. Ein großes Plus sind jedenfalls die positiven Effekte die ein Büroplatz in einem Coworking Space mit sich bringt: neue Kunden, da möglicherweise der nächste Auftraggeber am Nebentisch sitzt oder auch einfach ein neuer Kontakt, mit dem sich das nächste Projekt abwickeln lässt (Stichwort Kollaboration).

Coworking Spaces sind jedenfalls für Menschen geeignet, die ein eigenes Mindset dafür haben. Es ist eine sehr individuelle Entscheidung, die man am besten trifft, nachdem man sich in der Szene umgesehen, ausprobiert und sozusagen Coworking Luft geschnuppert hat. – Fazit von Initiatorin Glatz-Deuretzbacher

Einige Fakten zu Coworking Spaces

  • Die meisten Coworking-Spaces gibt es in den USA und Brasilien. In Europa: Polen, Deutschland und Spanien – Österreich holt auf.
  • Diese Form des Arbeitens entstand in der Zeit der Sharing Economy: zu jenem Zeitpunkt, als auch AirB&B, Uber und Co entstanden sind.
  • Grundgedanke ist das kollaborative Arbeiten, für das auch ein spezielles Mindset erforderlich ist und wo die Person mehr oder weniger auch den Sharing-Gedanken verfolgt.
  • Viele österreichische, mittlerweile große Start Ups sind in heimischen Coworking Spaces entstanden – z. B. Watchadoo und MySugar.
  • 85 % der Befragten der „1st Global Coworking Survey, 2011“ gaben an, dass sie sowohl konzentrierter und strukturierter sind aber auch effizienter arbeiten, wenn diese in einer Bürostruktur wie Coworking tätig sind. Sie gaben an, dass sie auch Zuhause dann entspannter sind und es eine fixe Trennung zwischen Privatem und Beruflichem gibt.
  • Durch das Coworking erhöhtes Einkommen, da die Kollaboration neue Jobs und Projekte ergibt.
  • Das Durchschnittsalter der Co-Worker beträgt 34 Jahre. Aber, es gibt auch einen großen Anteil an älteren Menschen, die z. B. als Consultants tätig sind.
  • Die Kreativwirtschaft ist jene Branche, die am häufigsten Coworking Spaces nutzt. Gefolgt von Künstlern und Journalisten.
  • Mehr Männer als Frauen: Frauen, die co-worken, ziehen sich in den Räumlichkeiten eher zurück und nutzen eher Plätze abseits im Space.

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