Wie gut kennen Sie Ihre KundInnen?

Nachlese zum Kreativ-Frühstück am 23.10.

Werbung Wien

vor 2 Wochen

Erstmals luden die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien und die Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung, Buchhaltung, IT-Dienstleistung) Wien gemeinsam zum Kreativ-Frühstück ins Café Edison. Alexandra Fiedler-Lehmann (Werbung) und Alexandra Adler (Ubit) sprachen mit der Marktforscherin Edda Mogel über das Potenzial von Marktforschung für kleine und mittelgroße Unternehmen.

Das Thema war offensichtlich heiß: 55 (!) Teilnehmende füllten das Café Edison bis auf den letzten Platz (und darüber hinaus). Die schwierige Akustik trug zusätzlich zu erhöhter Aufmerksamkeit bei 😉

Die allermeisten TeilnehmerInnen blieben auch über die Diskussion hinaus sitzen,  um KollegInnen der anderen Fachgruppe kennenzulernen und das ausgezeichnete Frühstück zu genießen.

Gleich zu Beginn zeigte sich, dass es Marktforschung im streng wissenschaftlichen Sinn und Marktforschung im angewandten Sinn gibt (wobei das eine das andere nicht ausschließt). Den Moderatorinnen Alexandra Fiedler-Lehmann und Alexandra Adler und der Expertin Edda Mogel ging es an diesem Vormittag vor allem um pragmatische, kostengünstige und einfache Ansätze.

Erste Erkenntnis: Auch kleine Unternehmen können Marktforschung durchführen!

Egal welcher Größenordnung, am Anfang jeder Marktforschung sollte die Zieldefinition stehen:

  • Was will ich wissen?
  • Von wem will ich es wissen (B2B / B2C, Kunden / Nichtkunden)
  • Warum will ich es wissen?
  • Was passiert mit diesem neuen Wissen? (Umsetzung der Erkenntnisse)
  • Wie viel Ressourcen (Geld, Zeit) stehen zur Verfügung?

Konzeption gemeinsam mit Fachleuten

Wenn man sich nicht sicher ist, wie man an die Informationen kommt, die man benötigt, kann man schon in dieser Phase Rat bei Fachmenschen einholen. Sie beraten nicht nur bei der Konzeption, sondern führen z.B. auch Recherchen im Vorfeld durch, ob es eventuell bereits verwertbare Daten zu dieser Fragestellung gibt.

Was den Preis für Marktforschung betrifft so ist die Bandbreite riesig! Während große Marktforschungsstudien ab € 10.000,- beginnen, können kleine Projekte bereits ab € 3.000,- umgesetzt werden.


Was man wissen wollen könnte:

  • Was denken KundInnen über
    … mein Unternehmen (Image/Stärken/Schwächen)
    … mein Produkt/Dienstleistung
  • Warum kaufen sie bei mir?
  • Warum kaufen sie nicht bei mir?
  • Warum kaufen sie bei der Konkurrenz?
  • Was könnte ich tun, damit sie mehr/öfter kaufen?
  • Gibt es etwas, das sie sich von mir wünschen?
  • Was verstehen meine KundInnen unter XY?
  • Wie verhalten sich meine (potenziellen) KundInnen?
  • Wo kann ich Kontakt zu ihnen herstellen?
  • Wie kommt mein neues Produkt/meine neue Dienstleistung an?
  • Wie wird sich mein Markt entwickeln?

Welche Marktforschungsmethoden gibt es und welche Methode eignet sich für welche Fragestellung

  • Quantitative Methoden (Befragung, Zählungen, Inhaltsanalysen…), Qualitative Methoden (FocusGruppen, Einzelinterviews, psychologische Testverfahren … ), Desk Research (vorhandene Studien, Statistiken, Unternehmenskennzahlen, … werden gesucht und ausgewertet) und für welche Themen welche Methode eingesetzt wird.
  • Welche kostengünstigen Varianten gibt es, um z.B. nur eine Stimmung einzufangen (z.B. Blitzlichter via fb, google, …)
  • Mystery-Shopping, Seien Sie ihr eigener Kunde oder bitten Sie eine befreundete aber ehrliche Person, Ihr Kunde/Ihre Kundin zu sein!

Wichtig ist, die Art der Fragestellung zu beachten!
So sind Suggestivfragen nicht hilfreich, wenn man sich einen Informationsgewinn erwartet. Besonders bei heiklen Fragen wie z.B. nach sehr persönlichen Präferenzen, sollte ExpertInnenrat eingeholt werden.

Beurteilung der Qualität von Studien: Die 10 „goldenen“ Fragen der Marktforschung

  • WER wurde befragt? Auf welche Grundgesamtheit beziehen sich die Daten?
  • WO wurde befragt?
  • WIE VIELE Personen wurden befragt?
  • WELCHE Stichprobenart wurde gewählt?
  • WIE wurde befragt? Welche Befragungsart wurde gewählt?
  • WAS wurde gefragt? Fragebogen!
  • WANN wurde befragt?
  • WER führte die Studie durch? Welches Institut?
  • WER ist der AUFTRAGGEBER?
  • Vergleichbarkeit der Daten/Kontinuität

Marktforschung bedeutet auch ehrliches Interesse an Kundinnen und Kunden zu zeigen. (Edda Mogel)

Online sind jede Meng gratis Umfragetools verfügbar. Vor der eigentlichen Auswahl ist es wichtig, sich mit folgenden Punkten auseinander zu setzen:

  • Für welche Art einer Umfrage möchte ich das Tool verwenden (Kundenbefragung, Befragung der eigenen Mitarbeiter, …)
  • Maximale TeilnehmerInnenzahl: wie viele Personen sollen an der Umfrage teilnehmen können
  • Welche Fragetypen und Antwortoptionen bietet mir das Tool
  • Wie stark kann das Fragebogenlayout an das eigene Corporate Design angepasst werden
  • Sicherstellung Einfachteilnahme
  • Behandlung personenbezogener Daten: werden die Daten verschlüsselt übertragen, wo werden die Daten gespeichert, wie wird mit den Daten umgegangen.
  • Welche Auswertungsmöglichkeiten nach Abschluss der Befragung bietet das Tool an

Achtung: Auch wenn es sich „nur“ um eine Befragung handelt, müssen die Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung eingehalten!

Gratis Umfrage-Tools:

  • Survey-Monkey
  • Polldaddy
  • Freesurveycreator
  • Google-Docs-Formular
  • Limesurvey
  • Twtpoll
  • Typeform
  • Surveygizmo
  • Pinpoll
  • Easyfeedback
  • Opinary

Eine Auflistung und Bewertung einiger Gratis-Tools finden Sie hier.

wkw - Kreativfrühstück Oktober 2018

Die Teilnehmenden schätzten es, fachgruppenübergreifend netzwerken zu können. © Florian Wieser

 

Das nächste Kreativ-Frühstück findet am 7.12. zum Thema „Resilienz“ statt.

Weitere Termine:

  • 11. „Influencer Night! eine Spartenveranstaltung zum Thema digitale Arbeitswelten im MQ
    => fachgruppenübergreifend!
  • am 14. und 15. November findet Österreichs erste Fachkonferenz zu digitaler Sprachsteuerung in Marketing und Werbung statt, die JETZT Voice im 25h Hotel
  • EU-Talk III – 15. November è Haus der EU
  • Moving Forward Conference 2018 am 22. und 23. November im Palais Wertheim
  • Designtalk: Eine Stunde mit Johannes Erler am 30. November im Super Sense

 

 

 

Werbung Wien

Mit rund 9.000 aktiven Mitgliedern, die in 14 Berufsgruppen tätig sind, ist die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien die stärkste im Fachverband. Sie setzt sich für Wiener Unternehmen der Werbe-, PR- und Kreativbranche gegenüber der Politik ein, fördert JungunternehmerInnen bei den ersten Schritten in der Selbständigkeit und unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen mit zahlreichen Service-, Beratungs- und Bildungsangeboten.

Kontakt

 

Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation
Wirtschaftskammer Wien
Schwarzenbergplatz 14
1041 Wien | Österreich

T: +43 1 514 50 3791
F: +43 1 512 95 48 3796
E: werbungwien@wkw.at
I: http://www.wkw.at

Ihre Kontakte in der Fachgruppe


Mag. Werner Neudorfer

Fachgruppengeschäftsführer
T: +43 1 514 50 3790
E: werner.neudorfer@wkw.at

Verena Barusic
T: +43 1 514 50 3512
E: verena.barusic@wkw.at

Martina Doleschal
T: +43 1 514 50 3791
E: martina.doleschal@wkw.at

 

Schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ihre VertreterInnen in der Fachgruppe


Marco Schreuder

Fachgruppenobmann

Dkkfm. Konrad Maric
Fachgruppenobmann-Stellvertreter

Mag. Birgit Kraft-Kinz
Fachgruppenobmann-Stellvertreterin

Vollständige Liste alle VertreterInnen anzeigen

 

Impressum & Datenschutz

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz
Werbung und Marktkommunikation, Fachgruppe Wien

Sitz

Adresse: Schwarzenbergplatz 14, 1041 Wien
T: +43 1 514 50 3791
F: +43 1 512 95 48 3796
E: werbungwien@wkw.at
I: http://werbungwien.at

Vertretungsbefugte Organe

Fachgruppenobmann: Marco Schreuder

Tätigkeitsbereich

Interessenvertretung sowie Information, Beratung und Unterstützung der jeweiligen
Mitglieder als gesetzliche Interessenvertretung.

Richtung der Webseite („Blattlinie“)

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