Ihre Expertise ist gefragt!

Im Rahmen unserer Kooperation mit der IAA haben wir eine Schwerpunktaktion gestartet, um die besten Fachkräfte für unsere Branche zu gewinnen.

Die Umfrage, welche unter den Mitgliedern der IAA und der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien durchgeführt wird, bildet die Grundlage und den Startschuss für die Initiative der beiden Verbände zum Thema Employer Branding. Gemeinsam mit der IAA analysieren wir die derzeitige Stimmungslage.
Gerade in der aktuellen Arbeitsmarktsituation ist es für die Branche von höchster Relevanz, die Bedürfnisse der ArbeitnehmerInnen zu kennen. Um sinnvolle Maßnahmen ableiten zu können, ist gleichzeitig auch ein Stimmungsbild der EPUs und ArbeitgeberInnen essenziell. Dabei kann geklärt werden, welche Faktoren für die Fachkräfte von heute besonders wichtig sind und welche Erwartungshaltungen an die ArbeitgeberInnen gestellt werden.

Wir zählen auf Ihre Expertise und wertvollen Inputs und bitten Sie, sich einige Minuten Zeit zu nehmen: Die Einladung zur Teilnahme sowie Ihr Fragebogenlink wurde Ihnen am 20.6.2022 bereits zugesendet.

Wir zählen auf Ihre Expertise. Bitte nehmen sich einige Minuten Zeit, um den Fragebogen zu beantworten. Einsendeschluss ist der 18. Juli 2022.

Vielen Dank für Ihren Beitrag!

 

Die Zukunft der Zusammenarbeit: Auch Auftraggeber*innen werden pitchen.

Die Österreichische Marketinggesellschaft (ÖMG) lud im Mai 2022 zur Podiumsdiskussion im APA-Pressezentrum. Das Thema: „Wie werden Marketeers und Agenturen künftig zusammenarbeiten?“ Das hochkarätig besetzte Podium diskutierte die Gestaltung, die Kooperation und die Findung der richtigen PartnerInnen im Marketingbereich.

Modelle, die als agile Kollektive agieren, mit Artists, SpezialistInnen in den Bereichen e-Commerce, Performance, Social Media, u.v.m. und die von Key Accounts oder Projektleads gesteuert werden, standen gestern auf dem einen Ende der Skala. Kreativagenturen, mit ihrem Fokus auf „die Idee oder neue Kategorien“, und Teams aus Strategie, Konzept, Text und Art Direction standen auf dem anderen Ende der Skala. Die enorme Bandbreite an möglichen Modellen zeigt eines: Es gibt durchaus sehr unterschiedliche „Reifegrade“ in den Marketingabteilungen der AuftraggeberInnen -und ebenso auf Agenturseite.

 

 

© APA / Ludwig Schedl

Agenturen und Auftraggeber müssen in der Zukunft vermehrt als Sparringpartner agieren. Das kann nur funktionieren, wenn der andere auch einen haben will. Dazu muss man im Vergaberecht ansetzen. Denn: Die Anforderungen sind unterschiedlich, der Bürokratiewust zu gewaltig. ‚Kreativität‘ ist in einem Einkaufsprozess echt schwierig zu vermitteln, denn sie lässt sich nicht in ein Korsett pressen. Zudem muss die Diversität unserer Branche hier berücksichtigt werden. Die Agenturmodelle entwickeln sich stets weiter, was zu zahlreichen unterschiedlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten führt, die alle ihre Vorteile mit sich bringen. Werden diese Punkte im Vergabeprozess berücksichtigt, kann es zu einer wahren und effizienten Partnerschaft kommen.
Jürgen Bauer, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation

Um Vergabeverfahren zukünftig erfolgreicher zu gestalten, hat der Fachverband Werbung und Marktkommunikation einen kostenlosen Leitfaden für die Wahl von Werbe- und Kommunikationsdienstleistenden erstellt.

 

Die Diskussion zum Nachschauen:

Wer führt nun „die Marke“?

Alexander Oswald, Präsident der ÖMG und Moderator der Veranstaltung, arbeitete mit seinen Fragen die Unterschiede der möglichen Zugänge heraus. Eine zentrale Frage sorgte in der Diskussion aber für eine deutliche Polarisierung: Wer organisiert Markenführung? Die Markenarbeit, die Kreativagenturen immer wieder für sich in Anspruch nehmen, liegt für Gregor Almassy, CMO von Oppo Overseas, klar auf Auftraggeberseite. „Wenn die Brand nicht weiß, was sie tut, wer dann? Immerhin engagiert ‚der/die KundIne‘ die Agenturen und nicht umgekehrt. Die Brands müssen wissen, wie sie ihre Marke aufstellen und wohin sie wollen.“ Aber er räumte ein: “Viele Wege führen nach Rom. Für Zusammenarbeit in diesem Bereich gibt es kein one-fits-all Modell.“

Michael Kapfer, CEO der Kreativagentur GGK MullenLowe sieht die Creative Excellence, die neue Kategorien definiert, als zentralen Ankerpunkt. „Der Gedanke, dass Unternehmensberater Agentur spielen, ist absurd. UnternehmensberaterInnen kommen vom Cost cutting, Agenturen setzen einen Anspruch.“ Er gestand zu, dass Interdisziplinarität gut und wichtig ist. Und er forderte von KundInnen ein, Businessprobleme mit ihren Agenturen zu erläutern. „Nur dann kann man als Agentur neu und anders denken.“

Den Punkt der deutlich strategielastigen Kommunikationsarbeit unterstreicht in der Diskussion auch Doris Christina Steiner, Geschäftsführung Jung von Matt. „Kollektive ja, aber das funktioniert als Patentrezept nicht immer gut. Dieser Ansatz kann durchaus die Schärfe einer Marke nehmen.“ Sie betrachtet das Zuviel an PartnerInnen nur selten als hilfreich, gesteht aber zu, dass die „klassische“ Arbeitsaufteilung in Agenturen (in Text, Konzept und AD), die heute benötigte Geschwindigkeit nimmt. Und: „Zielgruppen gibt es im klassischen Sinn nicht mehr, vielmehr werden heute Filterbubbles bedient“, so Steiner weiter. Die Frage stellt sich, wie weiß ein/e AuftraggeberIn, welche Bubbles entstanden sind und welche für ihn/sie relevant sind? Bubbles trennen sich, verbinden sich. Und: „Wie kann man das in einen Beschaffungsprozess eingliedern?“ fragt Martin Schiefer, Kanzlei Schiefer Rechtsanwälte.

„Es gilt Businessprobleme zu lösen. Das ist, was KundInnen heute brauchen. Daher ist Relevanz bei uns großgeschrieben. Man muss mehrere Bereiche orchestrieren können – und das beherrschen Kreativagenturen meist nicht. Das Konzept der Leadagentur ist überholt“, kontert Markus Höfinger, Geschäftsführer von Accenture Song. Seine Perspektive reflektiert stark die zunehmende Digitalisierung: „Jeder digitale Touchpoint ist heute als ein POS zu sehen. Das Internet führt dazu, dass ‚Marke – Performance – Commerce‘ in einem close loop laufen müssen“, ergänzt er weiter.

„Ja, das stimmt. Aber ‚Marke‘ ist und bleibt ein dauerndes Experiment,“ reflektiert Tanja Sourek, Vice President Brand & Marketing Com Magenta Telekom Sie sieht eine zunehmende Komplexität, wie sie schon von Gregor Almassy angesprochen wurde. „Ein Produkt wie Netzqualität ist nicht greifbar. Wie mache ich da meine Marke begehrlich? Eine Frage, der wir uns täglich – erfolgreich – stellen.“

Wie gestalten sich die Beziehungen der Zukunft im Marketingbereich?

„Wir müssen uns von der Sichtweise lösen, dass Markenbildung in der heutigen digitalisierten Welt weiterhin nach außen vergeben werden wird“, so Martin Schiefer, Inhaber der Vergabespezialisten-Kanzlei Schiefer Rechtsanwälte. „Was es braucht, ist Geschwindigkeit. Man muss viele „Boote koordinieren, aber das geht nicht ohne ‚HafenmeisterIn‘. Das Problem: Das Vergaberecht bildet aktuell die nötige Flexibilität für Kreativität und Innovation nicht ab. Das muss sich rasch ändern!“

Markus Höfinger, Accenture Song, nennt dies „die Mitwirkungspflicht des/der KundIn“, etwas, das auf durchaus viel Diskussionsbedarf auslöst.

Viel wird, wie es scheint, in Zukunft von den Größenordnungen abhängen. Es gibt in Österreich auch viele „Nicht-Konzern-GroßkundInnen“ – Mittelstand, KMUs, die eine namhafte Größe haben, aber durchaus andere Partnersettings benötigen. „SparringpartnerIn sein kann nur funktionieren, wenn der andere auch einen haben will. Tatsächlich ist das Vergaberecht ein Thema, das an die Zeit angepasst werden muss. Denn: Die Anforderungen sind unterschiedlich, der Bürokratiewust zu gewaltig. ‚Kreativität‘ ist in einem Einkaufsprozess echt schwierig zu vermitteln, denn sie lässt sich nicht in ein Korsett pressen“, so Jürgen Bauer, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation.

Die perfekte Symbiose zwischen KundInnen und Agentur kann nur funktionieren, wenn man sich aufeinander einlässt. Das erfordert Zeit, um sich intensiv kennenzulernen, sich mit Zielgruppen oder Bubbles, Produkt, KundInnenverhalten, uvm. auseinanderzusetzen. Gregor Almassy, Oppo Overseas: „Wenn man jemanden engagieren will, muss man auch bereit sein zu bezahlen, damit dieser lernt. Davor schrecken viele Firmen zurück. Aber: Wenn ich eine/n PartnerIn an meiner Seite haben will, dann muss ich investieren.“

Ein Mut und ein Investment, die selten sind – darin ist sich das Podium einig. Eine komplexe Strategie in Ausschreibungsprozessen auf maximal zehn Seiten zu begrenzen oder in Rahmenvereinbarungen keine Verbindlichkeit zu schaffen, hilft dabei nicht. Ebenso wenig hilft es, dass wesentliche KPIs nicht im Prozess und später im Team geteilt werden. Pure Daten und Zahlen sind rar, ebenso sind ehrlich Businessherausforderungen selten am Tisch.

„Agenturen sollen PartnerIn sein. Aber: Welchen Prozesslevel kann/will ich begleiten? Welche Teamstruktur passt? Ganz wesentlich wäre daher im Vorfeld des Ausschreibungsprozesses ein Werte- und Sichtweisen-Abgleich“, so Doris Christina Steiner von Jung von Matt.

Einig sind sich alle DiskutantInnen, dass im Pitch nicht nur von Agenturen gefordert werden sollte. Es braucht durchaus auch „Formblätter“ für und Vorstellungen seitens der AuftraggeberIn. Das fehlt in vielen Ausschreibungen.

Die Arbeit in Zukunft in Marketing und Werbung

Gerade aktuell ist Werbung vom Umfeld noch stärker beeinflusst: „Es nicht gerade die Zeit der mutigen Werbung. Spannend, toll, zum Nachdenken anregen, das ist aktuell nicht groß geschrieben“, meint Kapfer von GGK MullenLowe. „Die einzige ‚Währung‘ heute scheint die: Wiederholung. Obschon es wesentlich wichtiger wäre, gerade heute Menschen zu bewegen.“

Das Bewegen muss aber auch für die BeraterInnenseite gelten: Es braucht deutlich mehr Verzahnung mit dem/der KundIn. „BeraterInnen sind bei uns Teil der KundInnenteams. Denn: Man muss eng am/an der KundIn sein, sonst kann nichts Relevantes produziert werden. Wir agieren als AnbieterIn heute wie Scrum-Teams, wie in der IT, da es einen deutlich agileren Modus braucht“, so Markus Höfinger, Accenture Song.

Seniorität muss auf allen Seiten gegeben sein, denn gut geführtes, partnerschaftliches Arbeiten ist essenziell. „Scrum – ja gut – aber es geht eher um das Mindset. Crossfunktionalität ist heute sehr gefragt. Jedes Unternehmen beschäftigt sich mit Agilität. Ist das ein Thema in den Agenturen?“ fragt Tanja Sourek, Magenta Telekom, abschließend.

Zur Fotogalerie

Hier finden Sie einen kostenlosen Leitfaden für AuftraggeberInnen zur Gestaltung von Ausschreibungen

Nachbericht: Nachhaltige Markenführung – vom Trend zur Transformation

Durch Corona und Klimawandel haben sich unser Konsumverhalten und Präferenzen fundamental verändert. Nachhaltigkeit, Ökologie, Regionalität sind zu einem wesentlichen Faktor für Marken und Unternehmen geworden. Das stellt beide, Marken und Unternehmen, vor die Herausforderung, ökologischen Nutzen zu stiften. Doch gilt es dabei unser Handeln in allen Aspekten zu hinterfragen, soll es tatsächlich nachhaltig sein. Was ist „richtig“ nachhaltig und wie identifiziert man die nicht-grünen aka schwarzen Schafe?

Alexander Oswald, Präsident der ÖMG und Moderator des Events, eröffnete die Diskussion mit einer der schwierigsten Fragen, nämlich mit dem Beginn. Wo als Marke fängt man an, wenn man alle Aspekte – ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung – der Nachhaltigkeit erfassen möchte?

Elisabeth Müller, GF der Agentur sgreening, empfiehlt, beim Kerngeschäft zu starten. „Es ist bei Nachhaltigkeitsprojekten extrem wichtig, sich das Committment des Managements zu holen. Sonst läuft man Gefahr, mit ‚netten Zusatzprojekten‘ anzufangen. Und Nachhaltigkeit muss immer beim Kerngeschäft beginnen.“ Dort hat man den größten Hebel und läuft weniger Gefahr, des green washings zu erliegen.

Astrid Salmhofer, Head of Communications bei Wien Energie, stößt beim Thema green washing ins selbe Horn. „Kunden sind extrem kritisch. Man muss als Unternehmen zeigen, was man tut und nicht bloß ‚verkaufen‘, man sei ein green brand.“ Wien Energie hat als Energiekonzern als oberste Priorität die Versorgungssicherheit. Strom muss also fließen, „aber wir wollen die Energie grüner machen“, so Salmhofer. Dieses Vorhaben wird nicht einfacher, wenn man den Aspekt der Leistbarkeit hinzufügt. Gerade in Zeiten der Krisen, der steigenden Inflation ist ein Energieversorger gefordert. „Wichtig ist, dass der Strom leistbar bleibt, dass wir sicherstellen, dass wir unsere Kunden zuverlässig versorgen. Und das alles mit möglichst wenig CO2-Ausstoß. Das funktioniert am besten, wenn man erwirtschaftete Gewinne in Nachhaltigkeit investiert“, erläutert Salmhofer.

 

 

Nachhaltigkeit bedeutet auch Profitabilität

Als CMO der Facc AG, einem als Zulieferer der Luftfahrtindustrie bekannten Unternehmen, hat auch Andreas Perotti mit dem Thema Nachhaltigkeit eine Herausforderung, „Die Luftfahrt hat die Automobilindustrie als underdog abgelöst. Und es gibt viel zu tun. Denn Bedingung für große Investments ist die Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien. Das Thema ist aber nicht in der DNA eines Unternehmens wie des unseren. Das ist nicht ganz leicht, diesen Switch zu schaffen.“ Dennoch ist das Thema ein großes, ist doch das Fliegen mitten drin in der Mobilitätsdebatte. „Wir brauchen dazu eine faktenbasierte Diskussion, es macht keinen Sinn, die Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen. Es geht nicht um ‚fliegen oder nicht fliegen‘, sondern um ‚anders fliegen‘“, ist Perotti überzeugt. Facc arbeitet jedenfalls an dieser Trendwende, auch wenn hier natürlich Profitabilität weiterhin an erster Stelle steht.

Martin Rohla, Unternehmer, Investor und Biolandwirt, ist überzeugt und überraschte damit einige im Publikum, dass Nachhaltigkeit nur erreicht werden kann, wenn die Unternehmen auch profitabel sind: „Man ist nicht nachhaltig, wenn man nicht profitabel ist. Erst wenn man profitabel ist, kann man die anderen Kriterien erfüllen.“ Sein Beispiel eines von Landwirtschaft geprägten Dorfes bringt es auf den Punkt, wie Nachhaltigkeit zu Überzeugung wird. „Ein Bauer in diesem Dorf hat begonnen, auf biologische Landwirtschaft umzustellen. Am Anfang hat er investiert, seine Böden verbessert, und nach einigen Jahren höhere Erträge erzielt als die anderen Bauern, die konventionelle Landwirtschaft betrieben haben. Heute ist das ganze Dorf auf Bio umgestiegen.“

Von Mindset und Klima-Intuition

Relevant für Unternehmen ist auch immer die Frage, wo denn das Thema Nachhaltigkeit angesiedelt werden soll, wenn man denn endlich den Einstieg gefunden hat. Andreas Tschas, CEO und Founder Glacier, ist überzeugt, dass sogenannte Nachhaltigkeitsabteilungen wenig Sinn haben und es daher auch wenig geben wird. Denn Nachhaltigkeit betrifft alle Bereiche. „Wir stecken noch tief in der Digitalisierungsdebatte und müssen gleichzeitig tief in die Klimaschutzdebatte einsteigen“, so Tschas. Gemäß seinem Credo „every job will be a climate job“ sei es ganz wichtig, das Thema Klima-Intuition bei allen Mitarbeiter:innen zu verankern – vom Kantinenpersonal bis zu den Marketeers. Seine „Climate Ranger Academy“ bildet Mitarbeiter:innen aus, erhöht die Sensibilität und hilft, gefährliches Halbwissen loszuwerden. Denn Nachhaltigkeit kann schlecht verordnet werden, sie muss von allen gelebt werden.

Das Thema „richtiges Mindset“ ist auch für Jürgen Bauer, Obmann Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien, ein wichtiger Baustein in der Nachhaltigkeitsdebatte. „Es ist extrem wichtig, das richtige Mindset zu schaffen auf diesem Weg der Transformation. Man muss Mitarbeiter:innen auf die gemeinsame Reise mitnehmen. Und es wird im war of talents künftig eine große Rolle spielen, ob ein Unternehmen nachhaltig agiert“, meint Bauer. Denn viele würden ohne diese Aspekte einfach gar keinen Job annehmen wollen.

Zur Fotogalerie

Zur Aufzeichnung des Events

 

 

Fair Work: Initiative erfolgreich gestartet

Fair Work: Ein Leitfaden für eine Neupositionierung von innen heraus

Lange Arbeitszeiten, Sexismus und familienfeindliche Karrierestrukturen verhindern, dass junge Menschen sich bewerben und macht es zunehmend schwer, Talente in der Branche zu halten. Um hier als attraktive Arbeitgeberin zu bestehen, muss sich die Kreativwirtschaft, wie viele andere Branchen, neu erfinden. Flexibilität und kollaboratives Teamwork mit Homeoffice sind vielerorts Standard. Die berüchtigte gläserne Decke für weibliche Führungskräfte und der Karriereknick durch Teilzeitarbeit sind allerdings nach wie vor präsent.

Deswegen soll sich die Initiative in mehreren Workshops und Veranstaltungen in den nächsten Monaten neuen Strategien und Maßnahmen zu fairen Arbeitsbedingungen und Gehältern, Geschlechtergleichheit und neuen Arbeitsmodellen widmen.
Das Ziel: Eine gemeinsame Haltung, die in der „Fair Work“-Charta manifestiert wird, zu der sich Agenturen künftig bekennen.

„Mit ‚Fair Work‘ möchten wir die Kreativwirtschaft unterstützen und gemeinsam tragfähige Konzepte erarbeiten.“, beschreiben die Mitglieder der Creativ-Club-Austria-Arbeitsgruppe, Melanie Pfaffstaller (Mel P Filmproductions), Rita-Maria Spielvogel (BBDO Wien) und Doris Christina Steiner (Jung von Matt/Donau) die Intention des Projektes. „Es gibt keine allgemeingültige Lösung, aber wir können eine gemeinsame Haltung definieren und an Schrauben drehen, damit sich das System langfristig ändert – schließlich sind wir das System“, ergänzt Helena Luczynski (Frau Text) im Namen der Fachgruppe Werbung.

Best Practice Beispiel: Ad Girls Club

Wieso es Initativen wie „Fair Work“ braucht und welchen Impact sie haben können zeigte der Ad Girls Club aus Deutschland. Seit vergangenem Jahr überzeugen Isabel Gabor und Lisa Eppel Agenturen von der Unterzeichnung ihres Manifests. Durch das Manifest des Ad Girls Clubs bekennt man sich zu einer Frauenquote von 50 Prozent in der Geschäftsführungsebene, Lohngleichheit, genderneutraler Sprache und der Vereinbarkeit von Kind und Karriere. Die Teilnahme der Agenturen basiert ausschließlich auf freiwilliger Basis und nach einem externen Audit durch den Ad Girls Club.

Die Fair Work – Charta will einen ähnlichen weg gehen. Bis September 2022 wird sie zusammen mit heimischen Agenturen erarbeitet, um dann umfassend gelebt werden zu können.

 

Jürgen Bauer © Florian Wieser

Die Arbeit vom CCA für mehr Gleichbehandlung und ein faires Miteinander sind wegweisend und enorm wichtig für unsere Branche. Gemeinsam zeigen wir Haltung, denn ich bin davon überzeugt: Nur zusammen lassen sich große Veränderungen umsetzen. Deswegen unterstützen wir als Fachgruppe die Entwicklung der Fair Work Charta und bringen unsere Expertise ein.
Jürgen Bauer, Obmann Fachgruppe Werbung Wien

 

Eindrücke vom Kick-Off  Event im Wiener Talent Garden:

 

Neue Konsumentenstudie des Werberates

Die neue ÖWR-Konsumentenstudie zeigt: Werbung spielt eine zentrale Rolle im Wirtschaftsleben. Außerdem werden  Gewaltverherrlichung und Diskriminierung in der Werbung von den Österreicher:innen abgelehnt.

Werbung als Wirtschaftstreiber mit Informationsfunktion

Für mehr als zwei Drittel der Befragten würde die Wirtschaft ohne Werbung nicht funktionieren – ein Anstieg von sieben Prozentpunkten gegenüber der letzten Befragung 2018. Neben den wirtschaftlichen Faktoren wird auch die Informationsfunktion von Werbung als persönlicher Mehrwert genannt. KonsumentInnen können durch Werbung also einfacher zwischen Angeboten wählen und dadurch Geld sparen.  Auch die Wertschöpfung der Werbung wird erkannt.
Spannend: Im Langzeitvergleich ist der Informationsgehalt und die Glaubwürdigkeit von Werbung gestiegen!

Echte Werte statt Werbefails

Aufmerksamkeit, um jeden Preis zu generieren, gehört laut Studie eindeutig der Vergangenheit an. KonsumentInnen lehnen Formate ab, die  gewaltverherrlichende Darstellungen (42 %), Aggressivität in Bild (42 %) und Wort (39 %) sowie abwertende Darstellungen aufgrund der Sprache (44 %), Herkunft (43 %) oder des Geschlechts (42 %) zeigen.  Demnach würden Konsument:innen ein Produkt/eine Dienstleistung nicht kaufen, wenn dafür Werbung gemacht wird, die für sie den Eindruck erweckt unwahr (67 %) oder irreführend (55 %) zu sein oder als aggressiv (46 %) oder sexistisch (47 %) erlebt wird. 61 Prozent der Befragten gaben an, dass sie aufgrund einer für sie nicht akzeptablen Werbung schon einmal etwas bewusst nicht gekauft haben.

Gelingt es Abneigungen und Vorlieben zu respektieren, wirkt sich das positiv auf das Kaufverhalten aus: Drei Viertel der KonsumentInnen haben schon einmal ein Produkt gekauft oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen, weil sie die Werbung dafür angesprochen hat.

Hier geht’s zur gesamten Studie 

Wir suchen Leute aus der Branche!

    Sieger-Plakat „Man bringe den Spritzschein“ der reach Guys GmbH

    Wir sind überwältigt von der Kreativität und dem Engagement unserer Mitgliedsbetriebe. Die Entscheidung fiel uns aufgrund der zahlreichen guten Sujets unglaublich schwer.

    Mit dem Slogan „Man bringe den Spritzschein“ konnte die reach Guys GmbH den Wettbewerb der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation und der vier Partner-Organisationen Dialog Marketing Verband Österreich, iab austria, Marketing Club Österreich und Österreichische Marketinggesellschaft für sich entscheiden. Damit winkt dem Sieger ein Preisgeld von 3.000 Euro, zur Verfügung gestellt von der Fachgruppe. Zudem wird das Sujet im Februar auf Digitalen City Lights von Gewista zu sehen sein.

     

    © reach Guys GmbH

     

    Von Seiten der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation waren Obmann Jürgen Bauer und die Funktionäre Felix Gradinaru, Helge Haberzettl und Konrad Maric Teil der Jury. Von den Partnerorganisationen nahmen Andrea Groh (Chief Sales Officer von Gewista), Niko Pabst (Geschäftsführer des Marketing Club Österreich), Markus Plank (Präsident des IAB Austria), Barbara Rauchwarter (Präsidentin der Österreichischen Marketinggesellschaft) und Alexandra Vetrovsky-Brychta (Präsidentin des Dialog Marketing Verbands Österreich) teil. In der gemeinsamen Jurysitzung wurde letztendlich der Gewinner, die reach Guys GmbH, festgelegt.

    Die Jury-Begründung 

    „Witzig und mit Wien-Bezug“, „Diese ist für mich die gelungenste Umsetzung“, „Humoristisches Sujet mit einer klaren Message“ und „Humoristische, typisch wienerische Umsetzung“ waren einige der Wortmeldungen zum Siegersujet. Die Verbindung einer popkulturellen Botschaft mit dem Aufruf zur Impfung hat die Jury überzeugt. Die Zielgruppe der Wienerinnen und Wiener werde damit optimal erreicht. 

     

    Jürgen Bauer © Foto Weinwurm

    Ich bin immer wieder stark beeindruckt von der unendlichen Kreativität unserer 12.000 Mitgliedsunternehmen. Dieses Potenzial für einen Impfaufruf zu nutzen, ist in der aktuellen Situation mehr als sinnvoll.
    Jürgen Bauer, Obmann Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation

    Impfkampagne der Wiener Werbewirtschaft

    Impfen hilft, sagen die ExpertInnen aus dem Gesundheitsbereich. Doch wie ist es möglich, die Bevölkerung dafür zu gewinnen? Als Fachgruppe Werbung und Markkommunikation sind wir davon überzeugt, unter unseren Mitgliedern die besten Köpfe für diese Aufgabe zu haben.

    Aus diesem Grund hat sich die Fachgruppe mit den Verbänden iab austria, Dialog Marketing Verband Österreich, Österreichische Marketinggesellschaft und Marketing Club Österreich zusammengetan. Gemeinsam suchen wir das beste Werbesujet für einen Impfaufruf. Neben einem Preisgeld wird das Siegersujet über die Gewista an die Wiener Bevölkerung ausgespielt und zusätzlich über die Kanäle der Fachgruppe und der Verbände veröffentlicht. So kann unsere Branche ihren Beitrag leisten, um die Impfquote zu erhöhen und somit das Ende der Pandemie hoffentlich zu beschleunigen.

    Teilnahmebedingungen & Preis:

    Alle aktiven Mitglieder der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wiener Wirtschaftskammer können ihre Ideen unter werbungwien@wkw.at  bis zum 21. Jänner 2022 einreichen. Eine Jury der Fachgruppe und den beteiligten Partnern wird über das Siegersujet abstimmen und am 1. Februar 2022 den Gewinner verlautbaren.  Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro.

    Anforderungen an das Sujet:

    • Graphikelement + Slogan
    • Format: 1080 x 1920
    • Dateityp: JPG

    Einreichen & Mitmachen:

    Hier finden Sie das Datenblatt

    Bitte ausfüllen und bis zum 21. Jänner 2022 gemeinsam mit dem Sujet an werbungwien@wkw.at übermitteln.

    Kollektivvertrag – Gehaltstabelle 2022

    Die Verhandlungen zum Kollektivvertrag haben auch heuer wieder unter besonders herausfordernden Umständen stattgefunden. Jedoch konnten wir uns mit dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft GPA, auf den Gehaltsabschluss 2022 einigen.

    Nachfolgend die Eckdaten des Kollektivvertrags zur Übersicht:

    1. Die Mindestgrundgehälter (§ 20) werden in allen Verwendungsgruppen um 2,8% erhöht. Es erfolgt jeweils eine Aufrundung auf die nächsthöheren 10 Cent-Betrag.
    2. Die Lehrlingseinkommen werden jeweils um 2,8% erhöht.
    3. Die Tag- und Nächtigungsgelder (§ 4 Zusatz-KV) und die Nachtarbeitszulagen (§ 6) werden um 2,8% erhöht.
    4. Für das Jahr 2022 wird für alle ArbeitnehmerInnen einschließlich der Lehrlinge ein Zeitguthaben im Ausmaß von 1/5 ihres wöchentlichen Beschäftigungsausmaßes vereinbart. Dieses Zeitguthaben ist bis 31.12.2022 zu verbrauchen; anderenfalls verfällt dieser Anspruch.
    5. Geltungsbeginn 1.1.2022.


    Die Gehaltstabelle 2022 ist auf unserer Homepage online gestellt.

    Podcast der Fachgruppe Werbung Wien

    Hören Sie jetzt jederzeit und überall rein, wenn spannende Menschen aus unserer Fachgruppe und anderen Bereichen in unseren Podcasts ihren Blick auf die Werbe- und Kommunikationsbranche teilen.

    Erfahrungen und Meinungen von Menschen, die in Agenturen arbeiten, EinzelkämpferInnen, Netzwerkpartnern, PR-ExpertInnen, kreative WerberInnen, EventmanagerInnen, MusikerInnen, MarktforscherInnen und vielen weiteren Branchen gibt es ab sofort zum Mitnehmen und Aha-Moment-Erleben.

    Aktuell erwarten Sie 2 Formate mit neuen Impulsen und Themen, die unsere Branche bewegen.

    Die Podcasts der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien können Sie hier auf unserer Website oder auf Spotify, Apple Podcast und überall, wo es gute Podcasts gibt, hören. 

     

    Werbelust!

    Der Podcast aus der Branche – für die Branche

    Moderatorin: Natascha Szakusits, Mitglied des Fachgruppenausschusses Werbung und Marktkommunikation Wien.

    Werbelust bietet Einblicke in das Arbeiten und Leben der Mitglieder aus unserer Fachgruppe. Wir diskutieren über die aktuelle Lage der Eventbranche, hören uns an, wie sich die Welt der Werbeagenturen ändert und was sich im Leben eines Texters seit „Storytelling, Influencern oder Content“ verändert hat.

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von letscast.fm zu laden.

    Inhalt laden

    Listen on:

                                  

     

    Über Natascha Szakusits

    © Michael Schreiber

    Natascha Szakusits ist Inhaberin der Agentur wundermild GmbH, Mitglied des Fachgruppenausschusses Werbung und Marktkommunikation Wien und Mitglied der Arbeitsgruppe Digitalisierung der IGEPHA.

    Wir bedanken uns bei Natascha Szakusits, Mitglied der Expert-Group „Image verbessern & Branchenidentität schaffen“, für die Initiative zu der Podcast-Reihe „Werbelust! Der Podcast aus der Branche – für die Branche.“

     

    Wir suchen Leute aus der Branche: Jetzt bewerben!

     


     

    Der BootCast 

    der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation

    Moderatorin: Emanuela Sarac , Mitglied des Fachgruppenausschusses Werbung und Marktkommunikation Wien.

    Unterwegs in einem Elektroboot auf der alten Donau unterhalte ich mich in diesem Podcast über Verrücktheit, Mut, Besessenheit, Liebe – und alles, was sonst noch mit unserer Branche zu tun hat. Meine Gäste kommen aus der Kommunikationsbranche, aber auch aus ganz anderen Bereichen. Hier teilen sie ihre Erfahrungen, Erlebnisse, Meinungen zu diversen Themen und ihren ganz persönlichen Blick auf die Branche.

    In den Gesprächen werden wir immer wieder Themen aus unserer Branche aufgreifen, dennoch steht das persönliche Gespräch und der Gast im Vordergrund. Jeder meiner BootCast Gäste, bekommt ein kleines Mitbringsel und los gehts!

    Hintergrund:

    Wir arbeiten in der großartigsten Branche der Welt, wie ich finde. Wir dürfen spinnen, Ideen und Konzepte entwickeln, uns immer neuen Herausforderungen stellen. Der BootCast ist auch deshalb ein Format, das Einblicke und Inspiration zu den unterschiedlichsten Themen aus einem anderen Blickwinkel liefern soll und auch mal über den Tellerrand blickt. Für die Illustrationen konnte ich übrigens meine Tochter Lilly, 7 gewinnen.

     

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von letscast.fm zu laden.

    Inhalt laden

    Listen on:

                                  

     

    Über Emanuela Sarac

    Vicky Posch

    Emanuela Sarac ist seit 2007 Gesellschafterin der Design- und Kommunikationsagentur Halle34. National und international vielfach ausgezeichnet, war sie vor Ihrer Selbstständigkeit als Art- und Creative Director, u.a. in den großen Agenturen des Landes, tätig.

    Sie selbst bezeichnet sich als Gestalterin. Seit 2021 engagiert sie sich in der Fachgruppe Werbung und versucht die Interessensvertretung der Kreativbranche näherzubringen und sich für Mitglieder mit Ideen und Initiativen einzusetzen. Dabei sind ihr Selbstständige aus dem Kreativbereich und Frauen in der Fachgruppe ein besonderes Anliegen. Kontakt: sarac@halle34.com

     

    Fachgruppe kooperiert mit dem Dialog Marketing Verband Österreich

    Weiterbildungen im Digitalbereich sind für die Werbebranche essentiell, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Dialog Marketing Verband Österreich und die Fachgruppe Werbung Wien vertreten hier gemeinsame Ziele.

    Um die Kräfte der beiden Interessenverbände zu bündeln, hat sich für DMVÖ Präsidentin Alexandra Vetrovsky-Brychta und mich, als Vertreter unserer Fachgruppe, eine Kooperation als logischer Schluss ergeben. Den Startschuss bildet ein gemeinsames Lehrgangsangebot.

    Online-Lehrgang zum “Certified Data Marketing Expert”
    Ab sofort bieten wir gemeinsam mit dem DMVÖ hochqualitative Kurse zur Weiterbildung an. Durch den deutlich vergünstigten Preis können wir damit unseren über 12.000 Mitgliedern ein niederschwelliges Angebot anbieten.

    Die ersten 10 Fachgruppenmitglieder (first come – first served) erhalten 700 Euro Rabatt auf den live Online-Lehrgang zum “Certified Data Marketing Expert”. Sie erwerben im Kurs die entsprechenden Qualifikationen und erhalten Praxis-Know How für Data Driven Marketing und alle Rahmenbedingungen dazu, denn Begriffe wie Data Governance, Data Touchpoints, Data Analytics, Customer Journey, Personas, Funnel Strategy, Customer Centricity bestimmen den Alltag der Marketing Teams.

    Der Online-Lehrgang zum “Certified Data Marketing Expert” im Überblick:

    • 7 Module geballtes Know-how von Top-ExpertInnen aus der Praxis für die Praxis
    • Termine: 21.6. |23.6. | 30.6. |7.7. von 15:00 – 18.00 Uhr und 24.6. |1.7. und 8.7. von 10:00 – 13.00 Uhr
    • bequem von zu Hause oder vom Arbeitsplatz
    • Teilnahme mit Abschlusszertifikat

    Die Kursteilnahme kostet durch dieses exklusive Angebot netto EUR 890,- (Normalpreis EUR 1.590,-).

    Jetzt Angebot nutzen und zum Online-Lehrgang anmelden!

    Werbeverbote sind der falsche Weg!

    Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist enorm wichtig und hat einen hohen Stellenwert in der Branche. Die in jüngster Zukunft vermehrt aufgekommenen Rufe nach Werbeverboten sind jedoch definitiv der falsche Weg. Selbstregulierung, wie es durch den Werberat geschieht, ist hier weitaus effektiver als Werbeverbote, denn der Werberat genießt eine viel höhere Akzeptanz bei Werbetreibenden.

     

    Neuer Ethik-Kodex

    Entsprechend den rechtlichen Vorgaben der EU wurde der Ethik-Kodex des Werberates für audiovisuelle kommerzielle Kommunikation für bestimmte Lebensmittel rund um Kindersendungen an die neuen rechtlichen Vorgaben der EU angepasst. Künftig werden die Werberätinnen und Werberäte auf Basis des überarbeiteten Ethik-Kodex entscheiden.

     

    Jürgen Bauer, Obmann Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien

     

    Werberat als bewährtes System

    Der Werberat hat sich in Österreich als System der Selbstregulierung bewährt. Wegen der guten Selbstkontrolle in der österreichischen Werbewirtschaft braucht es keine weiteren Maßnahmen. Die MarktteilnehmerInnen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und die Akzeptanz des Kodex erreicht weitaus mehr als es ein Verbot könnte. Der erweiterte Ethik-Kodex wurde mit Trägervereinsmitgliedern und unter Hinzuziehung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit erarbeitet.

     

    Negative wirtschaftliche Folgen abgewendet

    Die Verantwortung rein auf die Werbewirtschaft abzuwälzen wirkt wie ein schneller Ausweg. Langfristig gesehen zerstört man so aber einen wichtigen Wirtschaftszweig: Werden Hersteller in der Werbung überschießend reglementiert, verlieren Medien wichtige Budgets und die Werbewirtschaft viele Aufträge. Durch die Erweiterung des Ethik-Kodex wird auf den Schutz der Kinder und Jugendlichen Rücksicht genommen, ohne jedoch weitreichende negative Folgen für die Wirtschaft zu verursachen.

     

    Aktuelles zum Berufsbild Marketing

    Hier die Broschüre downloaden

    Konkurrenz belebt das Leben, ja. Auch wenn sich die Unternehmen (in der Regel) nicht als Feinde verstehen, gehört der tägliche Wettbewerb in unserer Branche zum Alltagsgeschäft. Die Situation bei einem Pitch oder das Gefühl, sich beim Gewinn eines Neukunden gegen die Konkurrenz durchgesetzt zu haben, bringt dies wohl in einem Bild auf den Punkt. Doch in Zeiten großer Herausforderungen, die uns alle betreffen, ist auch gemeinsames Handeln als „Marketing-Community“ gefragt.

    Ein Team ist mehr als die Summe seiner Mitglieder

    Mehr als die Hälfte der für die vorliegende Untersuchung Befragten gaben an, Entscheidungen im Team zu treffen (52,1%) und im Management- Team den Marketing-Aktivitätenplan zu erstellen (51,4%). Je komplexer die Aufgabenstellungen werden, umso wichtiger sind auch Abstimmungsprozesse innerhalb der unterschiedlichen SpezialistInnen. Teamwork liegt also in unserer DNA.

    Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation ist die Interessenvertretung für 11.600 Mitglieds- betriebe in Wien. Neben den unterschiedlichen Interessen, hat die vorliegende Umfrage auch die zahlreichen Gemeinsamkeiten aufgezeigt. Wenig erstaunlich hat die Bedeutung des Umsatzes (69,3%) oberste Priorität, gefolgt von Klicks and Leads (68,6%) sowie KundInnenzufriedenheit (44,3%) und dem Gewinn von NeukundInnen (38,6%). Gerade diese gemeinsamen Interessen stehen aufgrund der wirtschaftlichen Lage allerdings nun unter schwierigen Vorzeichen. In diesem Jahr kam es bereits zu zahlreichen Kürzungen von Etats. Deshalb gilt es nun das Teamwork auch auf die Ebene der Interessenvertretung zu heben.

    Gesetzliche und freiwillige Branchenvertretung als starkes Duo

    Wie wichtig ein gemeinsames Auftreten ist, hat nicht zuletzt der Schulterschluss gegen die Werbebeschränkungen für Lebensmittel gezeigt. Dieses Learning gilt es auch für die anstehenden Herausforderungen mitzunehmen. Denn gesetzliche und freiwillige Branchenvertretungen sind starke BündnispartnerInnen. Als Fachgruppe setzen wir uns deshalb für ein gemeinsames Auftreten in den jeweiligen Branchen ein. Denn dort findet sich die meiste Expertise, um die richtigen politischen Antworten zu geben.

    Als Obmann der Fachgruppe Werbung bin ich davon überzeugt, dass unsere Branche in diesen schwierigen Zeiten Schulter an Schulter stehen muss. Die meisten von uns kennen die Western-Klassiker mit Bud Spencer und Terence Hill. Oft stehen sich die beiden unterschiedlichen Charaktere zunächst eher kritisch gegenüber. Aber durch gemeinsame Herausforderungen werden sie zu „Zwei bärenstarken Typen“.

     

    Download Broschüre

    „It’s cooperation, stupid“

    „Die Coronakrise hat die Unternehmen der Werbe-, Kommunikations- und Kreativbranche hart getroffen. Wenn in Unternehmen der Sparstift angesetzt wird, dann häufig bei Werbeaktivitäten. Kein Wunder, dass Aufträge vieler unserer Mitgliedsbetriebe blitzartig verloren gegangen sind. Es gibt BranchenkollegInnen, denen von einem auf den anderen Tag ein Großteil ihres Geschäfts weggebrochen ist. Das betrifft vor allem DienstleisterInnen mit Fokus auf Kunden aus Handel, Gastronomie oder Tourismus und natürlich alle, die von Events und Sponsoring leben“, schildert Jürgen Bauer, neuer Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien, die schwierige Situation.
    Im Interview mit dem Opinion Leaders Network spricht Jürgen Bauer über seine Visionen für den Kreativstandort Wien.

    „Wer nicht wirbt, der stirbt. Das wusste schon der legendäre Unternehmer Henry Ford und sollte heute Basiswissen jedes Geschäftsführers sein“, appelliert Bauer an die Unternehmen, die Relevanz von regelmäßigen Kommunikationsaktivitäten nicht zu unterschätzen. Außerdem startet er seine neue Funktion mit einem Aufruf zur Kooperation: „Die Branchenvertretung muss wieder mehr zusammenrücken. Jetzt ist nicht Parteipolitik angesagt, sondern lösungsorientierte Arbeit. Wir müssen für unsere Mitglieder da sein und sie in der Krise bestmöglich servicieren und vertreten“, so der neue Obmann, der die Unterstützung des gesamten Ausschusses hinter sich weiß. Zudem setzt Bauer auf Vernetzung, was er bereits mit der „Know-how-Allianz“, einem von ihm initiierten Verbund aller relevanter Verbände der Branche bewiesen hat.

    Kreativhauptstadt Wien

    Mit mehr als 11.600 Mitgliedsbetrieben und ihren 18.000 Beschäftigten ist die Wiener Werbe-, Kommunikations- und Kreativbranche ein bedeutender Wirtschaftszweig der Stadt und stellt bundesweit mehr als die Hälfte aller DienstnehmerInnen im Fachverband. „Wien ist zweifellos Österreichs Kreativhauptstadt. Unser Wirtschaftszweig ist aber natürlich auch sehr eng mit der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft verbunden und für deren Erfolg mitverantwortlich. Wenn Events, Kongresse und Kulturveranstaltungen noch länger ausfallen, sind Republik und Stadt Wien gefordert, diese Bereiche maßgeblich zu unterstützen und damit eine drohende Pleitewelle ab dem Herbst zu verhindern“, fordert Bauer, der hinzufügt:

    Mein Team und ich werden jedenfalls mit vollem Elan an die Arbeit gehen und uns für die Anliegen unserer Mitgliedsbetriebe starkmachen.

    Porträt von Jürgen Bauer

    © Foto Weinwurm

    Branche blickt optimistisch in die Zukunft

    Im Herbst 2019 hat die Fachgruppe beim Markt- und Meinungsforschungsinstitut IFES eine umfassende Befragung in Auftrag gegeben. Ziele der Untersuchung waren, herauszufinden, wie die Branche dasteht und vor allem, wo UnternehmerInnen der Schuh drückt und was die Fachgruppe besser machen kann, um sie in ihrer Arbeit zu unterstützen.

    Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

    Die Veränderungen in der Arbeitswelt im 21. Jahrhundert sind deutlich sichtbar: Etwa zwei Drittel der Fachgruppenmitgliedsbetriebe sind Ein-Personen-Unternehmen, nahezu die Hälfte arbeitet zuhause, immer mehr auch im Coworking Space. Um diesem Trend auch interessenspolitisch zu folgen, wurde die leichtere steuerliche Absetzbarkeit von Home Office im Regierungsprogramm verankert – das Vertreter unserer Fachgruppe mitverhandelt haben.

    Es gibt aber auch eine Reihe an Herausforderungen zu meistern, wie etwa den Veränderungen des Arbeitslebens mit zunehmendem Alter Rechnung zu tragen und für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu sorgen. Hier hat die Fachgruppe schon bisher Schwerpunkte ihrer Arbeit gelegt.

    Mit dem Bildungs- und Serviceangebot, den Veranstaltungen und Workshops sowie mit der Branchenvertretung auf politischer Ebene will die Fachgruppe Mitgliedern auch künftig eine wichtige Stütze sein. Das Feedback aus der Branchenstudie wird dazu beitragen, dass die Fachgruppe noch gezielter auf Wünsche eingehen kann.

    Die vollständigen Studienergebnisse können Sie hier nachlesen.

     

    DSGVO-Broschüre

    Die im Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das daraus resultierende Datenschutzgesetz 2018 (DSG 2018) haben umfassende Änderungen für
 die Verarbeitung personenbezogener Daten gebracht. Im Zuge dessen wurden im Forschungsorganisationsgesetz (FOG) spezielle Datenschutzbestimmungen für den Bereich Wissenschaft und Forschung niedergeschrieben.

    Durch diese Gesetzesänderungen ergeben sich neue Herausforderungen für Markt- und Meinungsforschungsinstitute, deren täglich Brot es ist, personenbezogene Daten zu verarbeiten. Dementsprechend groß war die Verunsicherung aufseiten unserer Mitglieder.
    Die am häufigsten gestellten Fragen beantworten wir in dieser Broschüre, die als Kooperationsprojekt der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien und dem Verband der Markt- und Meinungsforschungsinstitute Österreichs entstanden ist.

    >>> DGSVO-Broschüre herunterladen (PDF-Download) <<<

    Handbuch zum Kalkulieren von Honoraren für DesignerInnen

    Die Honorare in unserer Branche sinken seit Jahren – so weit so schlecht und bekannt. In einzelnen Bereichen sind es inflationsbereinigt bis zu 40 Prozent gegenüber 2007, wie eine Umfrage unter 1.231 Designschaffenden in Österreich im Auftrag von designaustria nun bestätigt.

    Zum Beispiel wurden für die Gestaltung einer A4-Seite eines Folders 2007 noch rund 90 Euro pro Stunde verrechnet. 2017 brachte die gleiche Leistung nur mehr 65 Euro pro Stunde ein. Dieselbe Umfrage zeigte auch, dass 3 von 10 selbstständigen DesignerInnen nicht einmal 20.000 Euro brutto im Jahr verdienen und kaum oder gerade noch mit ihrem Einkommen das Auslangen finden.

    Wir müssen den Abwärtstrend bei den Honoraren brechen und an mehreren Schrauben drehen. Mit unserer Wertschätzungskampagne appellieren wir an die AuftraggeberInnen, unsere hochqualitative – und international geschätzte Arbeit – auch fair zu entlohnen.

    Wir müssen uns auch an deiner eigenen Nase nehmen: Denn das Problem ist zum Teil hausgemacht. Verlangen wir immer weniger, ist es nicht verwunderlich, wenn sich die Preisspirale nach unten dreht!

    Ein wichtiger Ansatz, wie der Abwärtstrend bei den Honoraren gestoppt werden kann ist eine betriebswirtschaftlich fundierte Honorarberechnung, wie sie im Handbuch „Design: Kalkulation & Honorar“ ausführlich dargelegt wird.

    Marcus Arige, Ausschussmitglied der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien

     

    „Design: Kalkulation & Honorar“

    Um bei jedem Gestaltungsauftrag eine kompetente Vorgangsweise zu ermöglichen, hat die Fachgruppe in Kooperation mit designaustria mit „Design: Kalkulation & Honorar“ ein berufswirtschaftliches Handbuch herausgegeben. Entstanden unter Mitwirkung von GestalterInnen und JuristInnen, bietet die Publikation in komprimierter Form Unterstützung für Berufsausübende und deren AuftraggeberInnen an, um Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei der Auftragsabwicklung, im Arbeitsprozess und bei der Kalkulation zu gewährleisten. Konkret erfahren Sie darin, wie Stundensätze kalkuliert werden und was es mit der Berechnung von Nutzungsrechten auf sich hat.

    Die Publikation „Design: Kalkulation & Honorar“ gibt es für WK Wien-Mitglieder hier zum Download in digitaler Form.

    Der ergänzende zweite Band „Design: Auftrag & Recht“, der verschiedene Vertragsmuster, Auftragsbedingungen und Kalkulationshinweise beinhaltet, kann unter service@designaustria.at zum Preis von EUR 72,- zzgl. 10% USt. und Versandgebühren angefordert und bestellt werden.

    DSGVO – Große Nachfrage nach Infos & Austausch

    In wenigen Wochen tritt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) europaweit in Kraft. Als Interessenvertretung haben wir dieses Thema schon seit geraumer Zeit am Radar und immer wieder versucht, mit hilfreichen Infos darauf aufmerksam zu machen. Denn: Die DSGVO ist verbindlich und Unternehmen sind verpflichtet, die einzelnen Punkte in ihr daily-biz zu integrieren.

    Die große Nachfrage nahmen wir zum Anlass, beginnend mit Mai im Rhythmus von etwa zehn Tagen branchenspezifische Workshops zum Thema anzubieten. Diese Reihe wird bis Ende Juni laufen. Folgende Themen werden darin abwechselnd behandelt:

    1. DSGVO – Was tue ich jetzt?
    2. Datenschutzgrundverordnung aus rechtlicher Sicht

    Mitglieder der Fachgruppe erhalten die Einladung zu diesen einzelnen Workshops per Email. Wir erlauben uns darauf hinzuweisen, dass wir nur ein begrenztes Platzangebot anbieten können. Die Anmeldung erfolgt nach dem „First Come, First Serve“-Prinzip. Wir bitten um Verständnis: Eine Teilnahme ist ausschließlich unseren Mitgliedern vorbehalten.

    Unser Tipp: Vertiefungswebinare der WKO
    Ergänzend zu unseren themenbezogenen Veranstaltungen möchten wir auf die seitens der WKO angebotenen (Vertiefungs-)Webinare zum Thema DSGVO aufmerksam machen. Diese haben bereits stattgefunden, können aber nach wie vor gestreamt werden. Steigen Sie also bequem Zuhause oder im Büro in das Thema ein – wann immer Sie möchten und von wo aus immer es Ihnen möglich ist.

    Folgende DSGVO-bezogene Vertiefungswebinare stehen zur Verfügung

    • Was ist zulässig, online und offline?
    • Grundlagen des Datenschutzes im Arbeitsverhältnis
    • Datensicherheit im eigenen Unternehmen und beim Auftragsverarbeiter

    Unter diesem Link können Sie die gesamte Webinar-Serie abrufen.

    Weiterführende, hilfreiche Links zur DSGVO:

    Das gesamte WKO-Serviceangebot zum Thema –
    inklusive branchenspezifische Servicedokumente – finden Sie upgedatet unter www.wko.at/datenschutzservice.

    Rechtswebsite der Fachgruppe:
    http://recht.werbungwien.at

     

    Titelbild Felix Russell-Saw

    Die DSGVO nicht unterschätzen!

    Nachstehend Auszüge aus dem Essay von Max Schrems – laden Sie hier das gesamte Dokument als PDF.

     

    • DSGVO nicht unterschätzen!
      Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist keine Revolution, sondern eine Evolution gegenüber den bestehenden Datenschutzregelungen im DSG 2000. Wer bisher gesetzeskonform war, ist das meist auch in der Zukunft.
    • Überblick über eigene Datenverwendung verschaffen
      IT-Infrastruktur und Software sind oft über Jahrzehnte gewachsen. Um sich auf die DSGVO vorzubereiten ist daher zuerst ein Überblick über die Nutzung von
      personenbezogenen Daten“ (also Daten, die sich auf eine bestimmbare Person beziehen, siehe Artikel 4 Z 1 DSGVO) zu schaffen.
    • Überblick über DSGVO verschaffen
      Nicht jedes Unternehmen ist von der Datenschutzgrundverordnung in gleichem Maß betroffen. Je nach Branche und Art der Nutzung von personenbezogenen Daten und Diensten kann die Datenschutzgrundverordnung umfangreiche Änderungen oder auch nur kleine Anpassungen in der täglichen Praxis bedeuten.
    • Maßnahmenplan bis 25. Mai 2018
      Entsprechend der Analyse von Ist-Zustand und Soll-Zustand nach DSGVO sollte man umgehend einen Maßnahmenplan anlegen und den Anpassungsbedarf nach entsprechenden Prioritäten reihen.

    DIE ZWEI KERNBESTIMMUNGEN DER DSGVO

    Grundprinzipien der Datenschutzgrundverordnung
    Eine Datenverarbeitung nach der DSGVO muss vor allem zwei Artikeln entsprechen: In Artikel 5 werden zuerst die sechs Grundprinzipen zur Datenverwendung der Datenschutzgrundverordnung festgeschrieben.

    Verbotsausnahmen
    Auch wenn man den Grundprinzipien in Artikel 5 entspricht, ist laut DSGVO eine Datenverarbeitung immer verboten („Verbotsprinzip“), wenn nicht eine der Ausnahmen des Artikel 6 erfüllt ist.

    SONSTIGE WICHTIGE BESTIMMUNGEN DER DATENSCHUTZGRUNDVERORDNUNG

    • Auslagerung und Auslandsdatenverkehr
    • Pflichten des Verantwortlichen
    • Rechte der Betroffenen

    Ausführliche Details und Beschreibungen zum Thema im oben verlinkten PDF!

    Maximilian Schrems
    für die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation
    Wirtschaftskammer Wien

    Die DSVGO als vertrauensbildende Maßnahme

    Bei den am 21. und 22. September 2017 unter dem Motto „Vorwärts schauen“ stattfindenden Österreichischen Medientagen wurde besonderer Fokus auf die mit 25. Mai 2018 in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung bzw. auf den Schutz der Daten im Allgmeinen gelegt. Bei einem Panel zum Thema Datenschutz war auch Fachgruppenobmann Marco Schreuder Talk-Gast.

    Panel Datenschutz – 22. September, 2017 (Link)
    Von Web 4.0 über Big Data bis hin zu Konsumentenschutz und Konsumentenrechten: Wohin steuert eine datengetriebene Welt, in der Information alles ist? Was bringt die geplante Datenschutzgrundverordnung, die 2018 in Kraft tritt? Was bedeutet sie für Unternehmen, welche Vorkehrungen sind zu treffen? Und wie soll das Gesetz umgesetzt werden? Wer kontrolliert wen? Wie kann man als User von den neuen Rechten Gebrauch machen und ist der gläserne Mensch nicht schon längst eine Tatsache? Dazu diskutiert eine prominent besetzte Panel-Runde.

    In der Diskussion waren sich die Teilnehmer der Runde schnell einig, dass der Datenschutz in der heutigen Zeit notwendig ist und die Verbraucherinnen und Verbraucher entsprechend geschützt werden müssen. Allerdings verlangt die in einigen Monaten in Kraft tretende Grundverordung von Unternehmen massive bürokratische Aufwendungen. FG-Obmann Marco Schreuder sieht im Datenschutz „eine Notwendigkeit als auch einen wirtschaftlichen Vorteil.“ Für ihn – selbst Unternehmer – muss damit auch der wettbewerbsfaire Rahmen erhalten bleiben. Vor allem für den Kundinnen und Kunden erachtet er die DSVGO als eine erforderliche vertrauensbildende Maßnahme, denn den Konsumenten ist Datenschutz ebenso wichtig und ein Anliegen – immerhin geht es um ihre zahlreichen, teils sehr persönlichen Daten, die von Unternehmen regelmäßig für unterschiedliche Werbe- und Kommunikationszwecke erfasst und verwendet werden. Denn Vertrauen ist die wichtigste aller Währungen. Schreuder sieht aber auch „noch Aufholbedarf in Österreich, auch wenn wir von der Digitalisierung allerorts sprechen“ und er sieht besonders bei den Fachverbänden, der Wirtschaftskammer Wien (WKW) sowie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) die Aufgabe, aufzuklären und zu informieren.

    Bei der e-Privacy-Verordnung, welche dem Schutz der Privatsphäre dienen soll, läuteten bei allen Talk-Gästen die Alarmglocken. Hier gibt es jedenfalls noch einige Themen, die Anlass für Diskussionen geben werden.

    Das Thema Datenschutz wird auch im Rahmen des Tag der Marktkommunikation – #TDM17 – am 10. Oktober 2017 behandelt – u.a. durch Maximilian Schrems. Das gesamte Programm unter diesem Link, Anmeldungen bis 06. Oktober ausschließlich hier.

    Hilfreiche Links zu den Themen Datenschutzgrundverordnung & e-Privacy

     

    Beitragsbild Matthew Henry

    Mehr Zeit, Motivation und Kreativität? So klappts mit den Neujahrsvorsätzen

    Klingt wie die üblichen Vorsätze, die nie eingehalten werden? Mit diesen Tipps aus den Ted-Talks könnte 2017 anders werden.

    Vorsatz #1: Kreativer werden

    Elizabeth Gilbert ist Autorin des Bestsellers „Eat, Pay, Love“ und sie ist überzeugt: in jedem von uns schlummert ein Genie. In diesem Video erklärt sie, wie jeder von uns seine Kreativität fördern kann und das schlafende Genie in sich weckt.

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von embed.ted.com zu laden.

    Inhalt laden

    Vorsatz #2: Mehr Zeit für sich selbst

    Nigel Marsh hat genug Zeit – denn er ist Experte wenn es um Work-Life-Balance geht. In diesem Talk erzählt er, wie er die ideale Balance zwischen Arbeit und Freizeit gefunden hat – und wie auch Sie 2017 zu dem Jahr machen können, in dem Sie endlich mehr Zeit für sich selbst haben.

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von embed.ted.com zu laden.

    Inhalt laden

    Vorsatz #3: Mehr Motivation aufbringen

    Dan Pink hat Motivation erforscht – und anders als viele Manager fälschlicherweise glauben, kommt diese nicht durch traditionelle Belohnungssysteme. Im Ted Talk erklärt er, wie wir alle mehr Motivation finden könnten und woran es meist scheitert.

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von embed.ted.com zu laden.

    Inhalt laden