
„Café Creativ“ im Café Landtmann – Irina Nalis machte Mut zur Bewältigung von Krisen
In der Reihe „Café Creativ“ der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien war am 6. November die Transformationspsychologin Irina Nalis zu Gast.

Im voll besetzten Landtmannsaal im Café Landtmann erklärte die Transformationspsychologin, dass wir danach streben sollten, unsere Komfortzonen auszuweiten. Denn jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens bereits mehrere Krisen gemeistert – dass wir hier also entspannt im Café sitzen können, sei schon der Beweis dafür. Zudem ist Angst der denkbar schlechteste Ratgeber.
Irina Nalis lehrt und forscht an der TU Wien und an der JKU Linz. Im Gespräch mit Helmut Schneider, Chefredakteur des Magazins Wien Live, wurden dann die multiplen Probleme unserer Zeit angesprochen. Der Wandel in der Medienbranche ebenso wie die Gefahren für unsere Demokratie, wenn Menschen sich mittels sozialer Medien nur noch im eigenen Echoraum bewegen. Ihr Credo dabei: „Unser Ziel muss es sein, Krisen zu nützen, statt sie nur zu überstehen.“ Dabei kam Irina Nalis auch auf ihre Arbeit für den inklusiven Verein GIN (Gemeinwesen | Inklusion | Normalisierung) zu sprechen, der Menschen mit kognitiven und mehrfachen Behinderungen Assistenz bietet. Denn der Umgang mit Menschen sei ein Feld, auf dem eine KI naturgemäß an ihre Grenzen stoßen muss. Und das Wiener Kaffeehaus, in dem Gespräche von Mensch zu Mensch geführt werden, sei ein Ort des Analogen in einer zunehmend digital werdenden Welt. Im Anschluss an die Mut machenden Ausführungen der Psychologin konnten Gäste noch eigene Fragen an Irina Nalis stellen.
Die Diskussionsreihe „Café Creativ“ verbindet die traditionsreiche Wiener Kaffeehauskultur mit aktuellen Themen aus Werbung, Marktkommunikation und Medien. Die Veranstaltungsreihe schafft eine exklusive Bühne für Impulsvorträge, lebendige Diskussionen und wertvolles Networking. In der Tradition großer Wiener Denker und Praktiker wie Ernst Dichter, Paul Lazarsfeld und Maria Jahoda lädt „Café Creativ“ zum Dialog ein.
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