
Nachbericht: Inside Circles - Wofür zahlen Kund:innen noch?
Im Rahmen des digitalen Austauschformats Inside Circles kamen am 25. Juni 2026 ausgewählte Mitglieder der Fachgruppe Werbung Wien online zusammen, um gemeinsam mit Simon Pointner, Co-Founder und Creative Director von Studio FREUDE, über eine zentrale Frage der Branche zu diskutieren: Wenn KI die Umsetzung übernimmt - was ist kreative Arbeit dann noch wert und wie bepreist man Bedeutung?

Das Format findet bewusst in kleiner Runde statt und setzt auf offenen Dialog, ehrlichen Erfahrungsaustausch und konkrete Perspektiven aus dem Arbeitsalltag. Nach der Begrüßung und einer kurzen Vorstellung der Teilnehmenden entwickelte sich rasch eine intensive Diskussion über den Einsatz von KI in kreativen Prozessen.
KI verändert Prozesse, ersetzt aber keine Kreativität
Simon Pointner gab Einblicke, wie er und sein Team KI-Tools bereits in der Praxis einsetzen. Dabei wurde deutlich dass KI die kreative Arbeit nicht ersetzt, sondern Prozesse verändert. Besonders im Design- und Kreativbereich wird KI aktuell häufig als Visualisierungstool eingesetzt. Sie kann helfen, Ideen schneller sichtbar zu machen, Gedanken greifbarer zu präsentieren und erste Richtungen effizienter zu vermitteln.
Der Mensch trifft die Entscheidung
Gerade im Präsentationsprozess liegt darin ein großer Vorteil: Kreative können früh zeigen, welche Idee, Stimmung oder Richtung sie verfolgen. Danach braucht es jedoch weiterhin die fachliche Ausarbeitung, Konstruktion und gestalterische Präzision. Oder, wie es in der Runde treffend formuliert wurde: „Der Mensch trifft die Entscheidung.“ Auch der kreative Geschmack, die Haltung und das Gespür für Qualität bleiben menschliche Aufgaben: „Den Taste kann uns KI nicht abnehmen.“
Fazit
Inside Circles zeigte, dass der Wert kreativer Arbeit im Zeitalter von KI nicht verschwindet, sondern neu erklärt und vermittelt werden muss. KI kann Prozesse beschleunigen, Ideen sichtbar machen und bei der Strukturierung unterstützen. Die Entscheidung, die Haltung, der Geschmack und die strategische Einordnung bleiben jedoch zentrale Leistungen von Kreativen.
Der offene Austausch machte deutlich - Gerade weil sich Tools und Tätigkeiten so schnell verändern, braucht es Räume wie Inside Circles, in denen Erfahrungen geteilt, Fragen gestellt und konkrete Lösungsansätze auf Augenhöhe diskutiert werden können.
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