
Nachbericht: KI-Sichtbarkeit: In den richtigen Quellen vorkommen
Welche externen Quellen ziehen ChatGPT, Gemini oder Perplexity heran, wenn sie Unternehmen empfehlen – und wie schafft man es, dort präsent zu sein? Dieser Frage widmete sich das dritte Webinar der vierteiligen Reihe „KI-Sichtbarkeit“ der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation.

Am 22. September 2026 zeigte Stefan Müller, PR-Berater und Gründer der Agentur Freshwords, warum die Optimierung der eigenen Website allein nicht ausreicht und wie Unternehmen mit Offpage-Optimierung und Digital PR ihre Sichtbarkeit in KI-Systemen gezielt stärken können. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Drittquellen Künstliche Intelligenz als vertrauenswürdig einstuft – und mit welchen Maßnahmen man dort hineinkommt.
Highlights des Webinars
Im Webinar wurde Schritt für Schritt erklärt, wie klassische PR und Digital PR zusammenspielen, welche externen Quellen KI-Systeme zitieren und wie Unternehmen ihre Präsenz in diesen Quellen gezielt aufbauen können – von der strategischen Vorbereitung bis zur konkreten Presseaussendung.
Dabei wurden unter anderem folgende Fragen beantwortet:
Was ist PR, und warum liefert sie genau das, was KI-Systeme positiv bewerten: Vertrauen, Relevanz und Autorität?
Wie entwickle ich ein Kommunikationskonzept mit klaren Zielen, Dialoggruppen und Stoßrichtung?
Welche Drittquellen zitiert die KI – von Bewertungsplattformen und Wikipedia über Fachmedien und Listicles bis zu redaktionellen Berichten?
Wie finde ich händisch und mit Tools heraus, welche Quellen in meiner Branche relevant sind und wo die Konkurrenz sichtbar ist, ich aber nicht?
Wie spreche ich Journalistinnen und Journalisten richtig an, und was bringen Presseaussendungen für die KI-Sichtbarkeit?
Das zentrale Learning
Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Webinars: Die eigene Website ist Pflicht, reicht aber nicht. KI-Systeme gleichen Aussagen von Unternehmen aktiv mit externen Quellen ab, bevor sie diese als vertrauenswürdig einstufen – besonders bei kaufnahen Anfragen. Je mehr redaktionelle Prüfung und Themenautorität hinter einer Quelle stehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, zitiert zu werden. Erwähnungen in der Fach- und Branchenpresse wirken dabei stärker als markeneigene Inhalte.
Die gute Nachricht: PR muss dafür nicht neu erfunden werden. Bewährte Disziplinen wie Journalistenansprache, exklusive Daten und Studien, Expertenkommentare oder die Pflege von Bewertungen werden um die KI-Perspektive erweitert. Presseaussendungen können bei Informationsanfragen ein schneller Weg in die KI-Antworten sein und Fakten absichern – vorausgesetzt, sie sind klar strukturiert, enthalten die Kernbotschaft in Titel und Lead und werden über Portale mit hoher Quellen-Autorität verbreitet. Entscheidend ist, PR, SEO, Content und Markenführung nicht isoliert zu betrachten, sondern für konsistente Botschaften über alle Quellen hinweg zu sorgen.
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